Karmische Biografiearbeit – die Frage nach dem Warum und dem Sinn des Erlebten?

Forschungsgruppe

In einer geistigen Forschungsgruppe mit Coenraad van Houten (New Adult Learning Movement NALM) zum Thema „Heilende Begegnung“ wir uns im Zeitraum 2004-2016 intensiv mit der Frage beschäftigt, wie die karmischen Auswirkungen früherer Erdenleben und die wirkenden Schicksalskräfte im Alltag erforscht werden können, insbesondere in einer offenen Gesprächssituation als Weiterentwicklung des Lernens vom Schicksal.

Karmasprechstunde

Es geht hier weniger um Krankenbehandlung wie in der Psychotherapie, sondern um Angebote für den wachen Menschen auf seinem Weg. Ein Raum für Selbsterfahrung und Sinnfragen im Hinblick auf biografische Themen sowie um ein allmähliches Erkennen des eigenen Lebensplanes. In Einzel- oder Doppelstunden können im Gespräch oder auch mit kurzen Prozessarbeiten Schicksalsknoten und drängende Fragen auf ihre karmische Hinter­grundthemen durchleuchtet und Wandlungsprozesse angestoßen werden. Das innere Geschehen wird nach außen gesetzt und bearbeitet, über (mitgebrachte) künstlerische Ausdrucksformen, kurze Begegnungsübungen oder Aufstellungen mit Kissen, Seilen, Figuren, Symbolen, u.a.

 

 

Wesentliche Elemente der karmischen Biografiearbeit

Gespräch

Im karmischen Gespräch ermöglicht der offene leere Begegnungsraum ein Überschreiten der Schwelle – ähnlich wie in einer Trance, aber völlig wach und wahrnehmungsorientiert. Dies ist deutlich mehr als nur Reden, sondern eine gemeinsame suchende und forschende Haltung.

Schicksal

Beim Lauschen auf die Schicksalssprache in der Schilderung dessen, was einen bewegt, lassen sich die mitschwingenden karmischen Kräfte wahrnehmen. Das was gesagt wird, stammt aus einer anderen Zeit, auch wie es gesagt wird und mit welchem Ausdruck. Wenn über einen Ehestreit ausgsagt wird „dann feuert sie eine Salve nach der anderen auf mich ab!“. Diese aufgeladenen bedeutsamen Aussagen lassen sich zu einer individuellen Schicksalsgeste verdichten (z.B. wenn ich mich zeige, werde ich vernichtet). Da sich Kernthemen wie ein roter Faden auf allen Seinsebenen finden lassen, ist diese Geste wie ein Universalschlüssel.

Deutung

In der Ereignisdeutung wendet man sich konkreten Lebensereignissen zu, die alltäglich sein können, aber ein überraschendes Element beinhalten und emotional nachwirken. Diese Ereignisse werden wie bei einer Traumdeutung in Zeitlupe angeschaut, wach und offen, was hier mitschwingt. Gerade über die Ereignisse zeigt sich, wie die geistige Welt alte karmische Themen für die Zukunft verwandeln möchte. Auch die alten Themen müssen in den Zeit­strom eintauchen, um erkannt und gewandelt werden zu können. Ereignisse sind die Dialog­sprache der geistigen Welt. Sie warten auf unser eigenverantwortliches und schöpferisches Mitgestalten.

Tat

Hier spielt die freie Tat eine große Rolle. Doppelgänger (personifizierte Schattenanteile) zwingen uns in sich wiederholende Reaktionsmuster. Diese zeigen sich oft besonders deutlich in Beziehungen. Wenn wir diese karmischen Gewohnheiten erkennen, können wir sie auflockern und verändern durch neues Handeln. Das Finden der freien Taten ist ein schöpferischer Prozess, da wir hier über gemeinsame Inspiration mit den Zukunftskräften in Berührung kommen. Was will werden? In welche Richtung will sich etwas verwandeln? Das freie Handeln fordert den Doppelgänger (das alte karmische Gewohnheitsmuster)  heraus und transformiert ihn schrittweise. Ähnliches gilt für Widersacherkräfte.